Dienstag, 19. August 2014

Katze

Altes weibliches Ersatzsymbol in Männerträumen.
 
 psychologisch

Katzen werden meistens als Symbole für Weisheit, Klugheit und Glück angesehen. Einige glauben auch, daß sie das Geheimnis von Leben, Tod und Wiedergeburt wahren. Wie in der Mythologie werden Katzen in Träumen mit Fruchtbarkeit und der Aussicht auf einen Neubeginn assoziiert. Die Bedeutung von Katzenträumen kann je nach der Beziehung des Träumenden zu ihnen variieren. Fürchtet der Träumende Katzen, kann eine Katze im Traum Ängste vor bestimmten Aspekten der Persönlichkeit symbolisieren. Ist der Träumende jedoch ein Katzenliebhaber, kann die Katze seine persönlichen Stärken widerspiegeln. Katzen sollen auch die weibliche Seite der menschlichen Natur darstellen. Im Allgemeinen ist die Katze ein sehr selbständiges, unabhängiges Tier, das zwar die Freundschaft des Menschen sucht, sich ihm aber nicht unterwirft. Im Traum kann sie daher auf Individualität aber auch Egozentrik hinweisen. Sie ist aber auch ein sehr sensibles Tier und steht deshalb auch für die Gefühlsseite des Träumenden. Ihre Verspieltheit kann sich auf die Sexualität des Träumenden beziehen, die aber weniger leidenschaftlich zu verstehen ist, mehr den Wunsch nach Zärtlichkeit versinnbildlicht und symbolisiert, daß er sich sexuell noch auf der animalischen, spielerischen Stufe befindet. Allgemein kann das Tier auch vor Hinterlist und Falschheit warnen oder auffordern, mehr der Intuition zu vertrauen. Sie umreißt auch das katzenhaft Ungebundene, das zwar mit Samtpfötchen das Ziel - meist sexueller - Wünsche zu erreichen sucht, aber dann mit scharfen Krallen zupackt und nicht mehr losläßt. Übersetzt auch die 'wilde' Katze im Wesen einer Frau, das Triebhafte, das im Wachbewußtsein oft scheu überdeckt und nur im Traum in Gestalt dieses Tieres offenbart wird. In Frauenträumen steht dieses Traumbild auch für charakterliche Eigenschaften wie ausgeprägte Individualität, Egozentrik und ein unstetes Wesen. In Männerträumen ist die Katze manchmal Ersatzbild der Frau, die man sexuell besitzen möchte.
 

Weitere Begleitumstände sind



Träume von Katzen können auch persönliches oder finanzielles Glück vorhersagen.

Eine weiße Katze steht für eine zarte Liebe, die man für einen Menschen empfindet.

Eine gefleckte Katze steht für sehr leidenschaftliche Gefühle.

Eine Katze die im Traum getötet oder weggejagt wird, kann als Omen für mögliches Unglück ausgelegt werden.

Eine kratzende Katze symbolisiert den Wunsch, das Territorium zu verteidigen, besonders wenn sie sich von jemand bedroht fühlt.

War die Katze ruhig, sieht die Zukunft viel versprechend aus.

War die Katze wütend oder feindselig, kann sie eine negative Seite der Persönlichkeit darstellen.

Die Augen einer Katze können bedeuten, daß man die Lösung zu einem vertrackten Problem findet oder Licht am Ende des Tunnels sieht.

Eine miauende oder weinende Katze wird oft als Zeichen dafür gesehen, daß jemand hinter dem Rücken über einen spricht. So ein Traum kann Gefühle der Unsicherheit über Freunde und Mitarbeiter hervorheben. Man denke über das Geräusch und die eigene Reaktion darauf nach. Hatte man den Mut sich der Katze zu nähern, oder jagte einem das Miauen Angst ein?

Hatte die Traumkatze neun Leben, ist dies mit dem Überwinden vielfältiger Hindernisse verbunden. Die Zähigkeit dieser Katze kann die eigene innere Stärke und Beharrlichkeit in einer Notsituation darstellen.

Spirituell


Die Ägypter verehrten in der Katze symbolisch die Göttin Bastet, doch eine Beziehung zum Dämonischen wird ihr nachgesagt.

Jesus

aus europäischer Sicht

bei ihm sein: bedeutet Hilfe und Ende aller Not,
am Kreuz sehen: man wird von einem Leiden erlöst werden.
 aus arabischer Sicht
sehen: Hilfe in der Not,
am Kreuz: du wirst Schweres tragen müssen,
im Grab: bald ist die böse Zeit vorbei,
Auferstehung: deine gute Zeit beginnt, Glück und Segen,
sprechen: ein Trost wird dir zuteil.

psychologisch

Ein archetypisches Glaubenssymbol des Leidens und Duldens. Missions- und Vorbildtraum.

Sonntag, 10. August 2014

Impfung

Psychologisch

Das Unbewußte sieht den Vorgang des Impfens als Schutzmaßnahme an. In der üblichen Bedeutung ist die Impfung ein Vorgang, der zunächst weh tut, letztlich aber gut und nützlich ist. Wenn ein Traum davon handelt, daß der Träumende geimpft wird, kann dies heißen, daß er wahrscheinlich von einem anderen Menschen verletzt wird, möglicherweise auch emotional. Was dieser andere ihm antut, wird dem Träumenden jedoch schlußendlich helfen. Sie kann aber auch andeuten, daß wir uns sehr leicht von anderen beeinflussen lassen und verweist darauf, daß die Gefühle und Vorstellungen anderer Menschen auf den Träumenden abfärben können. Impfung deutet oft auf einen empfindsamen, vielleicht auch überempfindlichen Menschen hin, der unter den Widerwärtigkeiten des Alltags leidet und sich wünscht, immuner dagegen zu werden,- allgemein kann darin das Bedürfnis nach Schutz und Hilfe zum Ausdruck kommen. Eine andere Möglichkeit ist der Traum von der vorbeugenden Spritze, man 'sieht eine Krankheit kommen' und will auf keinen Fall ins Bett: Ein kleiner Alptraum bei großer (beruflicher) Belastung, wenn man keinen einzigen Tag ausfallen will - oder wenn man sich 'unentbehrlich' fühlt.
 
Wer im Traum Angst davor hat, wehrt sich im Wachleben gegen etwas, das eigentlich zu seinem Nutzen sein könnte.
Impft man selbst jemanden, will man ihm im Alltag seinen Willen aufzwingen.
Wird ein Kind geimpft, könnte das ein Hinweis darauf sein, daß man einen Wehrlosen gegen Umwelteinflüsse schützen möchte.
Spirituell

Die Impfung im Traum steht für spirituelle Indoktrination (= ideologisch durchdringen, beeinflussen).
europäische Sicht
man gibt mehr Zärtlichkeit, als der Empfänger wert ist, gehorche Deinem Verstand,
 
bei kleinen Kindern sehen: einen schwachen oder machtlosen Menschen gegen Übergriffe beschützen,
 
geimpft werden: zeigt Unannehmlichkeiten an, die ihren Ursprung in böser Nachbarschaft haben, auch: die Empfänglichkeit für weibliche Reize wird einem Kummer bescheren,
 
bei anderen sehen: man erfährt keine Befriedigung, obwohl man sich stark danach sehnt, weshalb man geschäftliche Verluste erleiden wird,
 
Wird eine junge Frau ins Bein geimpft, wird sie hintergangen und stürzt ins Verderben.
arabischer Sicht
selbst andere impfen: du teilst die Ansicht deiner Freunde, auch: du kannst eine Gefahr noch abbiegen,
 
geimpft werden: du wirst Unannehmlichkeiten mit einer Behörde zu ertragen haben,
 
wenn andere geimpft werden: auf eine angenehme Nachricht von einer Behörde hoffen dürfen.

Freitag, 8. August 2014

Hand

 Womit bin ich umzugehen bereit?

Psychologisch:
Hand steht allgemein in der Realität wie auch im Traum als Bild für die Gestaltung des Lebens durch Energie und Tatkraft. Insofern ist eine Verletzung oder der Verlust der Hand immer ein Zeichen für die Einschränkung des Handlungsspielraums oder der Fähigkeit des Träumenden zu agieren. Sie greift, arbeitet, hält fest oder läßt locker, ist also das körperliche Instrument des Handelns. Mit diesem Bild nimmt das Unbewußte Anleihe im Bewußten: Wer von der Hand und ihrer Tätigkeit träumt, kann diese Handreichung ins Wachleben übertragen. So wird auch das Hand-in-Hand-Gehen als Anknüpfung freundschaftlicher Beziehungen gedeutet. Wer an der Hand verletzt oder von einem Hund in die Hand gebissen wird, scheint auch im Wachleben augenblicklich handlungsunfähig zu sein. Die schmutzige Hand ist oftmals als ein Zeichen für das ehrenrührige Verhalten des Träumers im Wachleben zu werten. Nach Ansicht vieler Analytiker ist übrigens die linke Hand ein weibliches Symbol, die rechte ein männliches.
 
 Je nach den Begleitumständen ergeben sich zum Beispiel die folgenden Bedeutungen:
 Große Hand fordert auf, mehr Energie zu entwickeln, damit man seine Ziele erreicht.

 Kleine Hand deutet mangelnde Eigeninitiative und Tatkraft an, was zu Misserfolgen und Enttäuschungen führt.

 Schlaffe, schwache Hand kann ebenfalls Energiemangel signalisieren; zum Teil symbolisiert sie auch Distanziertheit oder Überempfindlichkeit.

Eine weiße Hand kann eine neue oder sich bessernde persönliche Beziehung symbolisieren.

 Händedruck steht für großes Vertrauen und Treue, was sich meist auf zwischenmenschliche Kontakte bezieht.

 Händewaschen zeigt oft an, daß man sich unschuldig fühlt oder sich von einem Verdacht reinwaschen will; auch mehr Ansehen kann darin angekündigt werden.

 Beschmutzte Hand deutet an, daß man mit Menschen Umgang pflegt, vor denen man sich hüten sollte; vielleicht erkennt man darin auch die Verstrickung in eine "unsaubere" Angelegenheit.

Schmutzige Hände können einen ermahnen, schlechtes Verhalten abzulegen, sonst denken andere schlecht von einem.
 Jemanden an der Hand halten bedeutet, daß man auf einen anderen Einfluß ausübt, den man nicht mißbrauchen darf.

 Selbst an der Hand gehalten werden kann darauf hinweisen, daß man Rat und Hilfe benötigt oder von anderen beeinflußt wird.

Stark behaarte Hände gelten allgemein als Vorzeichen von Sorgen und Verlusten.

 Hand verbrennen oder verletzen kann vor Risiken warnen, die man noch nicht genau abschätzen kann.

 In einem Traum Blut an den Händen zu haben kann sich auf tief sitzende Schuld an einer Tat oder in einem Bereich im eigenen Leben beziehen.

 Hände vor die Augen halten warnt oft vor unrealistischen Erwartungen und Hoffnungen, weil man die Augen vor den Tatsachen verschließt.

 Das Liebkosen von Händen bedeutet für gewöhnlich Freundschaft oder Romantik, manchmal sogar Heirat.

 Streichelt man die Hand von jemandem, erwägt man die Bedeutung dieser Person im eigenen Leben.

 Hand eines anderen küssen weist darauf hin, daß man sich einzuschmeicheln versucht; wird die eigene Hand geküßt, warnt das vor der Täuschung durch andere.

 Hände ringen tritt oft bei Rat- und Hilflosigkeit auf, wenn man keinen Ausweg mehr sieht.
 
 
 Hände treten oft als Wegweiser im Traum auf. Eine zierliche Hand kann in eine spezielle Richtung deuten, während eine wettergegerbte Hand einen völlig anderen Weg weist.

Die Geschicklichkeit der Hände kann mit persönlichen Angelegenheiten verbunden sein. Waren sie leicht oder schwer zu handhaben, und war man frustriert oder beharrlich?

 Spirituell:
Die Hand symbolisiert Aktivität, Macht und Herrschaft.
Kraft- und Geschicklichkeitssymbol; man soll bei der Wahrheit bleiben;

 linke Hand weiblich; rechte Hand männlich;

 viele Hände sehen: verspricht Ehre und Vermögen;

 besehen: bringt Kummer und Leid;

 eine schöne und kräftige haben: man wird ein gutes Geschäft abschließen;

 schöne weiße Hände haben: ein Zeichen für den Gewinn guter Freunde;

schöne Hände sehen: verheißt große Anerkennung und raschen beruflichen Aufstieg;

 häßliche und mißgestaltete Hände: deuten auf Enttäuschungen und Armut hin;

 schmutzige sehen: Warnung vor falschen Menschen und Freunden in der Umgebung;

beschmutzte haben: Vertraulichkeiten mit einem schlechten Menschen; auch: man wird neidisch und ungerecht sein;

sich die Hände waschen: verheißt eine angenehme Stellung; Ansehen; auch: an einem Fest teilnehmen;

sich die Hände abtrocknen: bringt uns in böses Gerede;

dicke, fette Hände: bedeuten Zank und Zwist;

magere Hände: daß wir das Opfer eines Diebes werden;

eine geschwollene haben: bringt Unverträglichkeiten;

die eigenen vergrößert sehen: deutet auf einen schnellen geschäftlichen Aufstieg hin;

große Hände sehen: bringen Glück;

die eigenen verkleinert sehen: Schwierigkeiten im Beruf und Karriere;

kleine: Untreue von Freunden oder Dienstboten;

behaarte haben (wie die eines Tieres): bringt Unglück; auch: man wird gegen unschuldige Menschen intrigieren und erleben müssen, wie aufmerksame Feinde die Pläne durchkreuzen werden;

behaarte haben: man wird keine starke und einflußreiche Stellung in den eigenen gesellschaftlichen Kreisen bekleiden;

eine verwundete sehen: man wird einen Nachteil haben;

eine verletzte haben: jemand anderes wird in einer Ihnen am Herzen liegenden Angelegenheit erfolgreich sein;

sich in die Hände schneiden: sagt uns geschäftlichen Verlust vorher;

blutbefleckte Hände: es droht eine Entfremdung von Familienmitgliedern;

eine abgeschnittene oder verdorrte sehen oder haben: Treulosigkeit der besten Freunde; auch: kündigt ein Leben in Einsamkeit an; das heißt, andere verstehen Ihre Ansichten und Gefühle nicht;

sich die Hände verbrennen: ist ein Zeichen für Nachteile, die man erleiden wird; man hat Neider; auch: man wird jenseits aller Vernunft nach Reichtum und Einfluß streben und auf der Verliererseite stehen;

ohne Finger sehen: großer Verlust und starke feindliche Einflüsse;

die rechte verlieren: Tod des Vaters;

die linke verlieren: Tod der Mutter;

küssen: man wird schöntun;

gebundene Hände: es kommen Schwierigkeiten auf einem zu; löst man die Hände, zwingt man andere zur Unterwerfung;

mit den Händen beten oder bitten: gilt für Erfüllung des Gebetes oder der Bitte;

 jemandem reichen (wie zur Verabschiedung): ist Verlust desselben durch den Tod;

eines anderen drücken: man wird eine treue Freundschaft schließen;

fester Händedruck: ein gutes Omen; die Geschäfte werden erfolgreich sein;

schwacher Händedruck: sagt Mißerfolge voraus
;

die Hände vor die Augen halten: man wird jemanden etwas nachsehen aber sollte nachsichtiger sein;

sich im Traum die Hände ringen: man leidet unter den Ansprüchen der Umwelt, unter Sorgen und Konflikten;
Bewundert eine Frau ihre eigenen Hände, wird sie die aufrechte Verehrung des von ihr am meisten geschätzten Mannes gewinnen.

Bewundert eine Frau die Hände anderer, muß sie sich mit den Launen eines eifersüchtigen Mannes auseinandersetzen.

Werden die Hände einer Frau von einem Mann gehalten, läßt sie sich auf ehebrecherische Beziehungen ein.

Wenn eine Frau andere ihre Hände küssen läßt, sorgt sie für Tratsch.

Geht eine Frau mit Feuer um, ohne sich die Hände zu verbrennen, verheißt dies eine bedeutende Position.

Samstag, 2. August 2014

Garten

Die psychologische Sicht des Traumsymbol Garten

Der Garten hat als Traumsymbol fast immer eine positive Bedeutung. Er steht im allgemeinen als Bild für eine partnerschaftliche oder eheliche Beziehung und deutet Wachstum, Fruchtbarkeit, Lebensfreude und Erneuerung an. Der Traumbereich, in den man nur wenige hereinläßt. Oft ist er mit einer Mauer oder einem Zaun umgeben, und sein Eingang ist eng - ein Hinweis darauf, daß man sich nicht in sein Inneres schauen lassen möchte. Aus seinem Zustand - ob gepflegt oder verwildert - lassen sich Rückschlüsse auf den Zustand der Seele ziehen. Steht alles in Blüte, herrschen Wachstum und Fruchtbarkeit, so zeigt das unsere Lebensfreude und meist auch ein intaktes Liebes- und Familienleben an. Der Gärtner, der den Garten im Traum hegt und pflegt, hat wie der Garten selbst eine positive Bedeutung. Der Garten im Traum kann für weibliche Wildheit stehen, die kultiviert und gezähmt werden muß, damit optimales Wachstum möglich ist. Träumt eine Frau von einem auffallend blumenreichen Garten, kann entweder ein befriedigendes oder ein unbefriedigendes Liebesleben dahinterstecken. Unbefriedigte Frauen träumen von einem umzäunten Garten, dessen schöne Blumen sie nicht erreichen können und können darüber hinaus auch Jungfräulichkeit darstellen. In erotischen Männerträumen entspricht der Garten dem Leib der Frau, das Paradies, das es wiederzufinden gilt. Altägyptische Traumforscher schlossen aus dem Spaziergang durch einen schönen Garten, daß man sein ganzes Leben gut gestalten werde.
Allgemein

Der Garten ist ein ähnliches Traumsymbol wie der Wald, nur ist er lieblicher und ein Stück domestizierter Natur. Dem Garten fehlt die wilde Kraft des Waldes, aber ist er der Ort der Liebe und der Verführung. In den traumhaften Geschichten aus Tausendundeiner Nacht findet der sexuelle Genuß stets im Garten statt. Das einzige erotische Buch der Bibel, das erstaunlicherweise das Konzil von Nicäa überlebte, nämlich das Hohelied, das etwa im vierten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung aufgeschrieben wurde, spielt bezeichnenderweise in einem Garten. Wer heute vom Garten träumt, bei dem schwingt, zumindest im Hintergrund, sicherlich auch die Sehnsucht nach Liebesgenuß, Verführung und nach Abenteuer mit. Allerdings ist das nicht die einzige Bedeutung dieses Traumsymbols - der Garten ist auch Ort der Ruhe und Erholung. Daß es aber der Garten und nicht die wilde Natur ist, die der Träumende sieht, zeigt auch seine 'Verzagtheit'. Ein bißchen Natur ist erlaubt, zuviel Natur jedoch von Übel - nach dieser Devise läßt der Traum nur noch das Bild des Gartens zu, um den großen Zensor in uns zu umgehen, der die Bilder der wilden Natur zu erschreckend findet. Im Garten drückt sich die Angst vor dem gefährdeten Leben aus, in dem sich der Mensch den Kreisläufen der Natur ausgesetzt fühlt. So schafft man das Bild des Gartens als ein Abbild des Paradieses. Anders sind da die klassischen Gärten der Mythologie, wie beispielsweise derjenige der Hesperiden ('Hesperos' ist der griechische Ausdruck für den Abendstern). Er ist ein Obstgarten, in dem wie im keltischen Avalon Apfelbäume mit goldenen Äpfeln stehen. Diese Bäume wurden Hera als Hochzeitsgeschenk von der Mutter Erde gegeben, damit Braut und Bräutigam mit der heiligen Hochzeit (hieros gamos) die Fruchtbarkeit der Erde erhalten. Hier ist auch im Symbol des Gartens die ursprüngliche Macht der Natur zu spüren. Die moderne Tiefenpsychologie und besonders C. G. Jung sehen im relativ häufig auftretenden Traumsymbol des Gartens ein Symbol der Individuation, das sich im Unbewußten des Menschen konstelliert, und den Träumenden auf die Aufgabe seiner Individuation aufmerksam macht. Oftmals verbirgt sich hinter dem Traumsymbol Garten auch eine Weltflucht. Wenn du vom Garten träumst, dann versuchst du, diesen Garten immer wilder werden zu lassen. Belebe ihn in der Tagtraumtechnik mit wilden Tieren und statte ihn mit mächtigen Bäumen und Pflanzen aus: Spüre die Kraft der Natur, die dich dabei durchströmt. Öffne  dich Ihr. Der Garten im Traum ist ein positives Traumsymbol, denn es deutet Wachstum im Leben des Träumenden an oder seinen Wunsch, sich selbst zu kultivieren. Er symbolisiert den inneren Zustand des Träumenden. Garten symbolisiert häufig das Innenleben, vor allem den Bereich der Gefühle. Die genaue Bedeutung kann sich aus folgenden Begleitumständen ergeben:
 
Schönen Garten sehen bringt den Wunsch nach Liebe und Zuneigung zum Ausdruck.
 
Im Garten spazieren gehen steht für eine ausgeglichen-heitere Lebensgrundstimmung.
 
Garten hegen und pflegen zeigt an, daß man sich bemüht, Gefühle und zwischenmenschliche Beziehungen zu pflegen,- zuweilen verspricht die Gartenarbeit auch Zufriedenheit mit dem Leben und sich selbst.
 
Verwilderter Garten kann Enttäuschungen ankündigen, weil man sich vielleicht nicht genug um einen nahestehenden Menschen bemüht.
 
Hohe Gartenmauer kann stilles Glück verheißen, aber auch vor Selbstgenügsamkeit, Zurückgezogenheit und Vereinsamung warnen.
Spirituell

Auf der spirituellen Ebene steht Garten im Traum für das Paradies und ist als Aufforderung an den Träumenden zu verstehen, Entspannung zu suchen.

Freitag, 1. August 2014

Fenster

Aussicht; Sehen und gesehen werden - Was bin ich zu sehen bereit? Was möchte ich aufdecken oder verbergen?
 
 Der Träumende nimmt nicht direkt am Geschehen des Lebens teil, er befindet sich eher in der Rolle des Beobachters. Fenster steht in Verbindung mit dem Haus, mit unserem offenen oder zugeknöpften Wesen und können auf die Öffnungen unseres Körpers hinweisen. Fenster bringt auch unsere Einstellungen zum Leben und zu anderen Menschen sowie unsere Erwartungen an andere zum Ausdruck. Wichtig ist, ob du aus dem Fenster heraussiehst oder durch das Fenster in etwas hinein. Ist der Blick klar oder verschwommen?
 Unter anderem sind aus den Begleitumständen die folgenden Deutungen möglich:

- Geschlossene Fenster kündigen Widerstände an, die man aber mutig bewältigen wird.

- Unpassierbare Fenster heben Gefühle der Frustration oder einer erstickten Kommunikation hervor. Solche Träume können ein Hinweis darauf sein, sich für sich selbst oder etwas, das einem am Herzen liegt, zu engagieren.

- Versperrte Fenster können die Unfähigkeit darstellen, etwas selbst zu sehen. Man muß vielleicht intensiver nachforschen, um aufzudecken, was man eigentlich sucht.

- Offene Fenster zeigen Zufriedenheit und Glück in der nächsten Zeit an, können auch vor Verlockungen warnen, denen man nicht nachgeben darf.

- Aus dem Fenster schauen bedeutet eine kommende Enttäuschung.

- Aus dem Fenster fallen soll ein Unglück ankündigen, bei dem man auf keine Hilfe von außen hoffen darf.

- Durch ein Fenster steigen warnt vor Streitigkeiten und Verlusten.

- Zerbrochene Fensterscheiben sollen auf Verleumdungen durch andere aufmerksam machen, denen man rechtzeitig energisch entgegentreten muß.

- Ein pinkfarbenes Fenster kann eine persönliche Chance darstellen, die aber noch unbekannt ist.

Die genaue Deutung kann im Einzelfall erfordern, daß man auch noch den Symbolgehalt von Haus und Glas mit berücksichtigt.



- das Traumbild ist im Zusammenhang mit Haus zu prüfen und unter Umständen wie Türe zu werten, d.h. als Sexualorgan;

- allgemein: die größten Wünsche und Erwartungen werden bitter enttäuscht; keine Bemühung wird vom Erfolg gekrönt sein;

- offenstehendes: zeigt Besuche an; bringt Glück und Zufriedenheit; auch: man wird ein Erlebnis haben, daß einem völlig neue Perspektiven eröffnen wird und man wird neue Wege gehen;

- verschlossen: gute Aussichten bei Unternehmungen; man wird hart verfolgt werden; auch: verweist auf Einsamkeit;

- vor einem verschlossenen stehen: man sollte auf das kühle und ablehnende Verhalten der Umwelt mit mehr Liebenswürdigkeit reagieren; es besteht kein Grund, sich noch mehr abzukapseln;

- im vorbeigehen durch eines schauen, hinter dem sich seltsame Dinge abspielen: bedeutet, daß man in seinem gewählten Beruf versagen und den Respekt anderer Leute verlieren wird, obwohl man seine ganze Gesundheit aufs Spiel gesetzt hat;

- daraus hinaussehen: Neugierde, Torheit, Lächerlichkeit;

- durch eines hinausschauen: getäuschte Erwartungen;

- durch eins hinaussteigen: bedeutet Vermögensverlust; auch: man verstrickt sich immer mehr in eine schwierige Situation;

- hinausstürzen: Schreck; man wird vergeblich auf Hilfe warten;

- durch eines einsteigen: Skrupellosigkeit; man wird dabei ertappt, wie man mit unlauteren Mitteln versucht, zum Ziel zu kommen; bringt Streit und Widerwärtigkeiten;

- an einem sitzen oder stehen: bringt Sorgen im Beruf;

- auf dem Fenstersims sitzen: Opfer der eigenen Torheit werden;

- ein Fensterglas zerbrechen: durch eigenes Verhalten hat man ein Mißgeschick verursacht;

- eines mit zerbrochener Scheiben sehen: man wird beschimpft werden; auch: die Liebenden werden argwöhnen, daß du Ihr Vertrauen mißbraucht hast.