Montag, 2. Dezember 2013

Baum

 Natürlicher Prozeß; Lebensstruktur - An welcher Stelle meines Lebens bin ich zu wachsen bereit?
Erforschung deiner Verbindung mit der Energie der Erde und des Himmels; die Wurzeln deines Lebens erkunden.

Assoziation: Baumlang, Schlagbaum, Grenze.

Eine Gabe von den Baumwesen; Verstehen von oder eine Erfahrung mit der Energie der Bäume.

Archetypisches Symbol für Fruchtbarkeit, Geburt und Tod, auch als Lebens- oder Stammbaum gedeutet. Ihm kommt auch ein weiblicher Aspekt zu, da alles Leben aus der Mutter hervorgeht. Ohne Bäume kein Wald. Der Baum symbolisiert die Verbindung von Himmel und Erde. Seine Wurzeln verankern ihn tief in der Erde und der Mythologie zufolge bergen sie einen wohlversteckten Schatz: Die Weisheit des Lebens. Wir sprechen auch vom
Lebensbaum, den wir ironischerweise häufig auf Friedhöfen finden. Aber das ist schon die domestizierte Form des Baums. In all seiner Kraft erscheint er uns in den heiligen Bäumen der Germanen, zu denen besonders die mächtige Eiche, die harte Esche und die Eibe gezählt werden. Das sind Symbole der Urkräfte des Lebens. All diese Bäume
gehen vermutlich auf den Archetyp des Baums der germanischen Weltenesche Yggdrasil zurück. Dieser immergrüne Baum breitet schützend seine Zweige über Himmel und Erde aus und auf seiner Spitze sitzt der Adler, der die Welt beobachtet, und ein Habicht, der das Wetter macht. Die das Schicksal symbolisierenden Nornen leben an seinem Stamm, und bei Unwettern suchen hier die wilden Tiere Schutz... Ein Baum ist das Sinnbild für die ursprüngliche Struktur des menschlichen Innenlebens. Taucht im Traum ein Baum auf, so tut man gut daran, sich mit diesem Bild eingehend zu befassen. Baum steht in enger Beziehung zur Persönlichkeit und ihrer Art, das Leben zu bewältigen. Insbesondere kann man daraus oft Rückschlüsse auf Energie und Tatkraft, Einstellungen, Überzeugungen, Ideen und Werte ziehen, die das Verhalten und Handeln maßgeblich beeinflussen. Manchmal wird der Baum auch als Potenzsymbol verstanden. Um einen Baumtraum allerdings eingehend deuten zu können, muß man den Baum näher betrachten. Früchte, Wurzeln, Stamm und Krone, wie auch Äste und deren Zustand geben nähere Auskünfte. Die folgenden Begleitumstände können die genaue Deutung oft erleichtern:

- Adam und Eva pflückten den Apfel vom Baum der Erkenntnis und zogen daraus die Lehre für ihr weiteres Leben. Wer also von einem Baum träumt, kann auf Erkenntnisse hoffen, die ihm im Wachleben weiterhelfen werden.
- Ein Wald voller weißer Bäume kann den Wunsch andeuten, eine neue, positive Lebensphase zu beginnen.
- Der belaubte, schutzbietende und früchtetragende Wipfel steht für das weibliche Element.
- Die Blätter sagen etwas darüber aus, wie der Träumende auf seine Umwelt einwirkt.
- Zweige und Blätter zusammen sind wie die Gedanken und Ideen, Pläne und Hoffnungen, die mitunter Früchte tragen.
- Die Zweige selbst geben Aufschluß über die abgeschlossenen Entwicklungsstadien des Träumenden. Ein Baum mit ausladenden Ästen steht für eine warmherzige und liebevolle Persönlichkeit, während ein kleiner, dichtblättriger Baum auf eine verklemmte Persönlichkeit schließen läßt.
- Ein wohlgeformter Baum symbolisiert eine wohlgeordnete und ein großer, wirrer Baum eine chaotische Persönlichkeit.
- Baum mit Blüten zeigt bessere Gesundheit, persönliches Glück oder neue Tatkraft und Energie an, manchmal auch stärkere sexuelle Bedürfnisse, die bisher vielleicht unterdrückt werden.
- Baum mit Früchten verheißt Erfolge durch gute Arbeit, insbesondere wenn man sie selbst erntet.
- Ein Baum der verfaulte Früchte trägt, kann Sorge über die Zukunft anzeigen.
- Kahle, abgestorbene oder verkohlte Bäume kündigen an, daß man die Früchte seiner Arbeit nicht ernten wird, sondern mit Mißerfolgen und Sorgen rechnen muß. Manchmal kann dieses Symbol aber auch positiv als Warnung vor falschen Einstellungen, Haltungen, Überzeugungen und Idealen verstanden werden, die man ablegen sollte, weil sie im Leben einfach nicht mehr weiterhelfen.
- Ein vermodernder oder toter Baum wird meistens als ein Symbol des Mißfallens oder der Angst gedeutet.
- Ein Baum oder Schößling, der aus den Lenden eines Mannes sprießt, steht eindeutig für die sexuelle Energie, die das ganze Leben vorantreiben kann.
- Von den Wurzeln eines Baumes behauptet man, daß sie die tiefen Gefühle, die Vergangenheit, sowie die Verbindung zwischen den Menschen und der Erde zeigen. Richtiger wäre die Aussage, daß sie das Vermögen des Menschen darstellen, zu den praktischen Seiten des Lebens zu stehen und sich seines Daseins zu erfreuen. Sich ausbreitende Wurzeln bedeuten die Bereitschaft, Offenheit zu zeigen, wohingegen tiefgehende Wurzeln eher auf Zurückhaltung schließen lassen.
- Der Stamm des Baumes gibt Hinweise, wie man seine Kräfte einsetzt und wie man für die Umwelt nach außen hin auftritt. Ein rauher Stamm verbildlicht eine rauhe Persönlichkeit, wohingegen ein glatter Stamm von mehr Eleganz zeugt.
- Schütteln des fruchtbehangenen Baumes verspricht ebenfalls zukünftiges Glück und Erfolge.
- Unter einem Baum sitzen kann Sicherheit oder das Bedürfnis danach bedeuten; man will sich gleichsam von der Baumkrone gegen Gefahren beschirmt wissen.
-
Klettern auf einen Baum kann einmal einen besseren Überblick über die Lebenssituation verkünden; teilweise zeigt das aber auch an, daß man aus eigener Kraft in eine höhere, gesicherte Position aufsteigen wird oder seine Hoffnungen und Fähigkeiten einsetzt, um etwas zu erreichen. Man überlege, wie schnell oder langsam man kletterte und wie man sich fühlte, als man schließlich die Spitze erreichte?
- Klettert man auf einen Baum und sahen dabei Leute zu, hat man den Wunsch nach Anerkennung und Bestätigung.
- Wer zu hoch auf einen hohen Baum klettert, wagt sich auch im Wachleben meist etwas zu sehr vor und kann darum leicht tief fallen.
- Wer vom Baum stürzt, dem fällt es schwer, die eigene Lage richtig zu beurteilen. Es ist die Warnung, daß man vielleicht bald einen Schaden erleiden und dafür auch noch Spott ernten wird; weil man vorher zu hoch hinaus wollte und deshalb scheitern mußte.
- Träume in denen Bäume gepflanzt werden, können bedeuten, daß ein Vorschlag, der jetzt wenig vielversprechend aussehen mag, im Laufe der Zeit zu Erfolg führen könnte.
- Ein Traum, in dem man ein Baum fällt, deutet auf Erinnerungen oder Ängste vor Verlust hin. Der Verlust mag eine Person im Leben oder eine Sache, die einem lieb war, betreffen.
- hohe Bäume: zeigen Macht und besondere Ehren an;
- ein junger Baum: kündigt eine Geburt an;
- mit grünen Blättern: ein gutes Omen und steht für Zufriedenheit;
- immergrüner Baum: symbolisiert Langlebigkeit oder Unsterblichkeit;
- Besitzer eines oder mehrerer sein: man wird ein langes und gesundes Leben führen;
- Knospen oder junge Blätter sehen: lang gehegte sehnliche Wünsche werden sich nun bald erfüllen;
- für Kranke: Genesung, wenn der Baum gesund und blühend;
- einen blühenden sehen oder unter einem sitzen: großes persönliches Glück;
- mit Früchten beladen sehen: man hat gute Aussichten; weist auf ein erfolgreiches Leben;
- Früchte von einem abreißen: ein Abenteuer;
- einen schütteln: Glück;
- auf einem Baum hinaufklettern oder darauf sitzen: zeigt Vorteil und Ehren an; gesicherte Stellung; auch: man wird sich durch zuviel Ehrgeiz recht unbeliebt (oder Feinde) machen;
- von einem Baum herunterfallen: Gefahr, unter Umständen sogar Tod; dem Spott ausgesetzt sein;
- unter grünen Bäumen sitzen: gute Nachrichten erhalten;
- mit einer Freundin unter grünen Bäumen sitzen: unerwartetes Glück, eine frohe Heirat;
- kahler Baum: bedeutet Geldknappheit oder den Verlust einer großen Menge Geldes;
- verdorrter Baum: gilt für schlechte Geschäfte; Mißerfolg und Kummer; Unglück zeichnet sich ab;
- fällen, umfallen, brennen oder vom Blitz getroffen sehen: zeigt irgendein Mißgeschick an, das man unter Umständen vermeiden kann; kündigt eine Krankheit oder eine enttäuschte Hoffnung an;
- gefällter Baum: sagt ein Erlebnis voraus, daß das Leben verändern wird;
- mit Wurzeln herausreißen: Energien und Reichtum verschwenden.

B

B als Buchstabe erscheint in Träumen geschrieben oder plastisch, kann aber auch ausgesprochen werden. Seine Bedeutung wird (je nach der Schrift, aus dem er stammt) unterschiedlich interpretiert; in der Schreibweise unseres Alphabets ist es meist als Hinweis auf psychische Inhalte zu verstehen, die latent (schlummernd) vorhanden, aber nicht voll bewußt sind. Manchmal kann darin auch die Neigung eines Menschen zum Ausdruck kommen, sich zu sehr in sich selbst zurückzuziehen und von der Mitwelt abzukapseln; dann muß man nach den individuellen Ursachen (vielleicht Hemmungen oder Angst vor Zurückweisung und anderen seelischen Verletzungen) fragen und versuchen, wieder mutiger und zielstrebig aus sich herauszugehen.

Samstag, 23. November 2013

Auge

 

Sehvermögen; Vision; Bewußtsein; Klarheit - Wessen bin ich mir bewußt? Wie sehe ich die Welt?

Organ des Lichts, der Bewußtheit, aus der nach einem der ägyptischen Schöpfungsmythen die Welt entstanden ist. Der Spiegel der Seele, als empfangendes Organ weiblich, als "Blitze schleuderndes", scharf sehendes phallisch-männlich. Nach neuerer Erkenntnis sagt das Symbol etwas über den seelischen Gesamtzustand des Träumers und seine Stellung zum zukünftigen Geschehen aus. Das Gefühl ist von den Augen abzulesen, weshalb eine erotische Deutung durchaus naheliegt. Augenträume erfassen das Dasein und unsere innere Einstellung dazu.

Das Auge steht für Intelligenz, geistige Interessen, Wachheit, Neugierde und Wissen, aber auch für innere Unruhe. Ein klares, ausdrucksvolles Auge versinnbildlicht vorurteilsfreies, anteilnehmendes Denken, kritischen, aber nicht gefühlslosen Verstand. Stechende, starre Augen zeigen harte und kalte Intelligenz an, auch Berechnung und Egoismus. Wer sich von Augen oder von einem Auge ständig beobachtet fühlt, hat starke Minderwertigkeitsgefühle und leidet unter innerer Unruhe. Auch Schuldgefühle sind möglich. Leere Augen weisen auf einen Mangel an Verständnis. Lächelnde Augen zeigen an, das der Träumende gerade eine Zeit der Zufriedenheit - oder steht kurz davor - durchlebt. War der Ausdruck besorgt, kann das die Angst vor emotionaler oder psychologischer Isolation oder vor Verlust enthüllen. Ist die Sehfähigkeit des Träumenden behindert, kann dies bedeuten, daß er ein bestimmtes Problem oder auch die gesamte Problematik seiner Lebensweise nicht richtig sieht oder nicht erkennen will. Trübe oder mit etwas verschleierte Augen können auch eine Warnung sein, einen Augentest machen zu lassen.
 
- im allgemeinen: ein Symbol für Glaube, Intelligenz, Geist, Wachheit, Neugierde;

- ein Auge sehen: wachsame Feinde suchen die kleinste Gelegenheit, dir geschäftlich zu schaden; einem Liebenden verheißt es, daß ein Rivale über ihn triumphiert, wenn er nicht aufpaßt;

- fremde Augen sehen: es gibt jemand, der einem bewundert;

- die eigenen: man wird jemanden kennenlernen, den man sehr schätzen wird und einem wichtig ist;

- feurige: Liebe;

- blaue: Vertrauen erweckt Vertrauen, man soll sich einen Freund sichern; sie machen vielleicht auf eine bisher noch nicht bewußt wahrgenommene Liebe einer anderen Person aufmerksam; auch Schwäche in der Durchführung eines Planes;
 
- grüne: stehen traditionell für Eifersucht;

- graue oder stechende: man hüte sich vor Falschheit aller Art; Schmeichler;

- braune Augen stehen für die Treue eines anderen Menschen, man darf auf heiße Liebe rechnen;

- schwarze, unergründliche Augen können ebenfalls ein Hinweis und eine Warnung vor unaufrichtigen Menschen beinhalten;

- blasse: können eine gesellschaftliche Beziehung vorhersagen, die viel Glück bringt;

- weit und offene: stehen für Unschuld oder kindliche Aufregung;

- eng oder geschlitzt: es kommen Täuschung oder Betrug ins Spiel;

- gut sehen: deutet auf das klare Erkennen einer bestimmten Lage;

- äußerst scharf sehen können: Erfolg in selbstauferlegten Herausforderungen; ein berufliches Projekt oder eine Veränderung im Beruf wird Nutzen aus einer "scharfsichtigen" Planung ziehen;

- schlecht sehen können: kann die Notwendigkeit finanzieller Unterstützung symbolisieren; ein Geschäftsprojekt kann erfolglos sein, wenn es nicht noch einmal von Anfang an überprüft wird; bei entsprechender Veränderung besteht Aussicht auf Erfolg;

- schlechte oder triefende haben: Verluste an Geld und Gut; man kann eine Situation nicht überschauen;

- ein Augenleiden (Augenverletzung) haben: man will etwas im Leben nicht richtig sehen oder man hat Probleme, die reine Wahrheit zu erkennen; man hat Angst um seinen Ruf;

- von fremden angestarrt werden: glückhaftes Omen; eine wichtige Veränderung wird sich bald vollziehen;

- um die eigenen Sorgen machen: jemand arbeitet heimlich gegen Sie, seien Sie vorsichtig in Ihren Handlungen;

- einäugigen Mann sehen: es drohen schmerzhafter Verlust und Ärger;

- blind werden: deutet auf geistige Blindheit hin;

- weinende Augen: sollen eine recht günstige Entwicklung ankündigen; frohe Nachricht;

- schielende Augen warnen vor falschen Freunden, von denen man ausgenützt wird; weisen auf die Fehleinschätzung eines Menschen oder einer Situation hin;

- Ausgestochene Augen können auf einen drohenden Verlust hinweisen;

- geschlossene: getäuschte Hoffnungen;

- seine Augen verlieren: Verlust guter Freunde;

- derselben beraubt werden: Liebesleid;

- schwebende Augen vom Gesicht gelöste: können eine Besserung der finanziellen Situation ankündigen;

- ein schwebendes Auge: kann den geheimen Wunsch preisgeben, in Geldangelegenheiten ein Risiko einzugehen; daher ist äußerste Vorsicht geboten.


A

A als Buchstabe taucht in Träumen geschrieben, plastisch geformt oder gesprochen auf. Da es in verschiedenen Sprachen (zum Beispiel griechischAlpha, phönizisch Aleph) am Anfang des Alphabets steht, symbolisiert es häufig den Beginn von etwas Neuem und wird als günstiges Vorzeichen für ein solches Vorhaben verstanden. Außerdem kann dem A auch eine Ordnungsfunktion zukommen (vergleichbar der Zahl 1), oder es weist auf etwas Einmaliges, Außergewöhnliches hin, das durch den ersten Buchstaben hervorgehoben wird.

- Anfang und Ende einer Sache ist wohl zu überlegen; nichts überstürzen!

- "A", Den Buchstaben sehen oder schreiben: eine Neuigkeit hören oder guter Anfang in allen Unternehmungen.

Sonntag, 17. November 2013

Ohne Schlaf keine Träume

 
Untrennbar mit dem Schlaf verbunden sind, die Träume.
Guter, ungestörter Schlaf ist ein elementarer Bestandteil für Gesundheit und Wohlbefinden.

Man merkt es vor allem dann, wenn wir eine Nacht schlecht oder fast gar nicht geschlafen haben. Durch fehlenden Schlaf fühlt man sich müde, abgespannt mürrisch und gereizt. Man kommt nicht richtig in die Gänge und es fällt schwer sich zu konzentrieren. Diese schlechte Gefühle verschwinden erst dann wieder, wenn man die nächste Nacht gut und genügend geschlafen hat.
Bei längeren Schlafstörungen jedoch werden die genannten Reaktionen zum Dauerzustand, und dann treten Funktionsstörungen und organische Krankheiten auf. Der Schlaf ist ein Urbedürfnis aller höheren Lebewesen. 

Menschen denen man in Experimenten den Schlaf entzogen hat, reagieren spätestens nach dem 4 Tag auch mit körperlichen Reaktionen, wie z.B. Fieber und Desorientiertheit und verfallen schließlich in einen Dämmerzustand ohne Kontrolle  für Raum und Zeit.
Nach 10 Tagen Schlafentzug wird der Schlaf von Köper und Seele erzwungen, da ansonsten das Leben akut gefährdet wäre.

Untrennbar mit dem Schlaf verbunden sind die Träume. Wie Untersuchungen mit Messungen der Hirnstromaktivitäten und der Augenbewegungen hinter geschlossenen Lidern beweisen, wechseln sich Traum- und Tiefschlafphasen während der Nacht regelmäßig ab.

Während der Tiefschlaf vor allem der körperlichen Erholung zu dienen scheint, ist der Traumschlaf hauptsächlich für die seelisch-geistige Regeneration wichtig. Bei Säuglingen und Kleinkindern (vielleicht aber auch noch bei Erwachsenen) dient der Traumschlaf außerdem der Reifung des Gehirns.
Deshalb schlafen zu früh geborene Kinder praktisch nie traumlos, bei Säuglingen und Kleinkindern bis um das 2. Lebensjahr macht der Traumschlaf noch ungefähr 50% des Schlafs aus.
Danach setzt dann der normale Traumschlaf-Tiefschlaf- Rhythmus mit ungefähr 20% Traumanteil ein. Alte Menschen träumen wesentlich weniger (6 bis 10%) und schlafen in der Nacht auch insgesamt kürzer, nicken dafür aber am Tag öfters kurz ein.

Vielleicht ist der Traumschlaf sogar die Urform des Schlafs, aus dem erst der Tiefschlaf im Lauf der Evolution hervorging, wie manche Schlafforscher vermuten.
Jedenfalls steht fest, dass Störungen des Traumschlafs, die zum Beispiel durch Alkohol oder Schlafmittel entstehen, am nächsten Tag zu ähnlichen Symptomen wie Störungen des Tiefschlafes führen, selbst wenn man die ganze Nacht scheinbar ungestört durchgeschlafen hat.

Freitag, 8. November 2013

Angst- und Alpträume

 
Angstbeladene Träume können oft mit einer realen Situation in Beziehung stehen, die auch im Wachzustand zu Ängsten führt. Man nimmt sie dann mit in den Schlaf: Dazu gehören zum Beispiel die Ängste, die im Zusammenhang mit bevorstehenden Ereignissen oder bestimmten Handlungen stehen, wie die Angst vor einer Prüfung, einem Einstellungsgespräch oder wegen eines Fehlers, für den man vielleicht gerügt oder bestraft wird.
 Die Deutung der damit zusammenhängenden Träume fällt im allgemeinen nicht schwer, weil sie wenig verschlüsselt werden. Zum Teil liefern die Träume auch Hinweise darauf: wie man mit der Situation fertig werden kann. Sie können allein der Entlastung von inneren Spannungen dienen, aber auch realistische Lebenshilfe sein.
Bei der anderen Form der Angstträume besteht keine erkennbare Beziehung zur Realität, sie treten gegenstandslos auf. Man kann sich die Angst weder selbst erklären noch anderen verständlich machen. Hinter solchen Träumen stehen in der Regel ernstere innere Konflikte, die aus dem Bewusstsein verdrängt wurden.
Typisch sind zum Beispiel Konflikte zwischen individuellen Bedürfnissen, Absichten, Wünschen, Neigungen oder Trieben und Pflichten oder Forderungen der herrschenden Moral, ferner einander widerstrebende Ziele, die sich nicht vereinbaren lassen, zwischen denen man sich aber auch nicht klar entscheiden kann. Das führt zu inneren Spannungen, die Angstträume, zum Teil aber auch unklare Angstzustände im Wachzustand verursachen.
Oft kommen dann auch noch Schuldgefühle hinzu, die ebenfalls in die Träume eingehen können und häufig mit Vorstellungen von Strafe verbunden sind. Die Wurzeln dieser Ängste sind meist tief in der Persönlichkeit verankert und können weit in die Kindheit zurückreichen.
Solche Angstträume dienen als Aufforderung, sich mit den Ursachen der Ängste auseinander zusetzen, zum Beispiel widersprüchliche Bedürfnisse zu erkennen, anzunehmen und sich dann zwischen ihnen zu entscheiden. Dazu werden in manchen Träumen gleich mehr oder minder realistische Möglichkeiten aufgezeigt.
Eine weitere, heute weitverbreitete Ursache von Angstträumen ist die negative Traumunruhe. Außerdem können Angstträume auch durch körperliche Veränderungen im Schlaf oder durch Krankheiten auftreten, insbesondere im Zusammenhang mit Herzleiden und Erkrankungen der Atemwege. Im Einzelfall kann deshalb auch eine gründliche körperliche Untersuchung bei Angstträumen angezeigt sein.

Traumrten


Albträume und Verfolgungsträume
 
haben nicht nur etwas mit unseren Ängsten zu tun, sondern auch mit unserem Widerstand gegen Veränderungen und Uneinsichtigkeit.
Angst hängt unmittelbar mit Aggression zusammen, darum ist es auch normal, dass wir bei Albträumen "gegen uns" gerichtete Aggression erleben. Diese Aggression ist allerdings unsere eigene. Das beste Beispiel sind Albträume, in denen man versucht, vor etwas weg zu laufen oder zu bekämpfen. In Albträumen begegnen wir unbewussten psychischen Inhalten, die in uns stecken und bewusst werden wollen. Unser Bewußtsein wehrt sich gegen diese Inhalte und nimmt sie als etwas "Negatives" wahr. So wird ein Traum zum Albtraum.
Bei Verfolgungsträumen will ein bestimmter Aspekt in unser Bewußtsein dringen, gegen den wir uns sperren oder den wir einfach nicht in uns wahrhaben wollen.
 
Todesträume
 
Manche Todes-Träume deuten auf einschneidende Veränderungen hin. Träumt man vom Sterben oder von Beerdigung, dann nennt man das einen Wandlungstraum. Dieser weist darauf hin, daß etwas in Deinem Leben verändert wird (etwas "stirbt").
 
Wiederholungsträume
 
Wenn bestimmte Träume immer wieder kommen, dann ruft Dein Unterbewußtsein um Hilfe. Irgend ein Verhalten im Wachzustand ist festgefahren und das Unbewußte versucht auf diese Art Dir zu sagen, daß Du etwas ändern mußt. Bei der Deutung dieser Träume mußt Du weit in Deine Erinnerung zurückgreifen, denn der Auslöser für das Problem liegt meist weit zurück.
 
Kompensatorische Träume
 
Wenn Du mit Deiner Bewußtseinseinstellung in Bezug auf Deine Lebenssituation sehr einseitig bist, kann das Traumbewußtsein mit solchen Träumen aufwarten, um Dich daran zu erinnern, daß Du wieder mehr zu Deiner Mitte kommst und auf Dich achtest.
 
Archetypische Träume
 
Dein Traumbewußtsein greift hier auf Infos aus dem Stammhirn zu. Dieser Teil Deines Gehirns trägt trägt unsere gesamte Evolutionserfahrung in sich. Hier geht es um tiefere, über den individuellen Horizont herausragende Themen aus dem sogenannten "Kollektiven Unbewußtsein".
 
Prophetische Träume
 
Manchmal erkennen wir sie als prophetisch, manchmal erfahren wir den prophetischen Kontext erst im Nachhinein. Wenn der Traum eher wie ein Albtraum ist, z.B., in Form einer Katastrophe, dann kann er darauf hinweisen, dass Du etwas in deinem Leben oder Deinem Lebensstiel ändern solltest .

Grundkenntnisse der Traumeutung


Träume sprechen in einer sehr persönlichen und individuellen Bildersprache zu uns.
Träume sind die Sprache der Seele.
Viele Traumbilder haben eine verarbeitende Funktion. Diese Bilder kommen aus den Schichten, die noch in "Bewusstseinsnähe" sind, hier verarbeitet die Seele das alltägliche Geschehen. Andere Traumbilder kommen aus tieferen Schichten des Unterbewusstseins. Diese Bilder zeigen, was tiefer in uns vor sich geht.
Wenn Du Dich mit deinen Träumen beschäftigst, veränderst Du Dein Leben.Du fängst an Dich und das, was Du erlebst, bewusster zu betrachten. Du lebst bewusster.
 
Tag und Nacht im Traum
Der Tag weist auf unseren bewussten Bereich hin, die Nacht auf unseren unbewussten Bereich.
 
Traumumgebung
 
Befindest Du Dich in deinem Traum in bekannten oder in unbekannten Gegenden ? Oder bist Du in einer Gegend, die Dir zwar fremd ist, die Dich aber an eine bekannte Gegend erinnert ?
Die Umgebung der Traumhandlung weist darauf hin, auf Bereiche Deines Lebens sich der Traum bezieht. Träumst Du von Deinem Arbeitsplatz, bezieht sich der Traum wahrscheinlich auf psychologische Zusammenhänge, die mit Dir und Deiner Arbeit an Deinem Leben zu tun haben. Sie können aber auch einfach mit deinem Arbeitsplatz in Verbindung stehen.

Personen und Lebewesen im Traum
 
Sind es bekannte oder unbekannte Personen ? Männlich oder weiblich ? Bekannte oder unbekannte Tiere? Oder sind da noch andere Wesenheiten?
Hier geht es meistens um die in uns steckenden bewussten oder kurz vor der Grenze zur Bewusstheit stehenden Eigenschaften, Angewohnheiten und Wesenszüge.Träumen wir von einer bekannten Person, von der wir wissen, dass sie im realen Leben sehr hilfreich ist, dann geht es im Traum meist auch um diese Eigenschaft.Das ist auch bei unbekannten Personen so, sie sind nur tiefer in Deinem Unterbewusstsein verborgen. Erzeugt diese unbekannte Person in Dir Unbehagen, dann zeigt das in welchem Grad Du die Eigenschaft, die diese Person darstellt, in Dir ablehnst. Wie stark diese Ablehnung zu Tage kommt, hängt von Deiner Offenheit zu Dir selbst ab, aber auch davon, wie sehr Dein Bewusstsein über dich dominiert.
Ablehnung ist eine Form von Affinität und immer wenn Du mit Affinität reagierst, sollte das ein Zeichen sein, das Du mit der entsprechenden Thematik etwas zu tun hast. Manchmal lässt Dich eine bestimmte Thematik auch ganz gelassen sein, dann hast Du das Entsprechende meist schon verarbeitet und kannst damit umgehen.
C.G. Jung bezeichnet unbekannte Personen als "Animus" bzw als "Anima". Dabei handelt es sich um den inneren gegengeschlechtlichen Anteil in jedem von uns. Dieser Anteil wird von unseren Eltern geprägt und wird später in der eigenen Partnerschaft unbewusster weise auf den Partner projiziert bzw. ist maßgeblich an der Wahl des Partners beteiligt . . . dementsprechend versuchen wir, unser "Gegenstück" im Partner zu finden. Die Mutter prägt die Anima des Sohnes, der Vater prägt den Animus der Tochter.
 
Bei Tieren werden Themen behandelt, die eher animalischen, instinktiven Ursprungs oder tief in unserer Entwicklungsgeschichte sitzende Verhaltensweisen sind. Es kommt auch immer auf das Verhältnis des Träumers zum Traumtier an.
 
Wesenheiten sind schwieriger zu beurteilen. Wenn sie nicht gerade einen archtypischen Charakter darstellen, dann solltest Du sie befragen. Nimm Dir eine ruhige Minute Zeit und vertiefe Dich nochmal in Deinen Traum. Konzentriere Dich auf den zu Befragenden und stell ihm dann Fragen. Die Antwort wird Dir in den Sinn kommen. 

Donnerstag, 7. November 2013

Die unglaubliche Kraft der Träume

 
Die spektakulärste Theorie der Neuzeit beginnt mit dem Scheppern eines Schlüsselbundes. Sein Besitzer heißt Albert Einstein. Er hält mehrmals täglich ein kleines Nickerchen - und immer dann, wenn der Meister zu träumen beginnt, fallen die Schlüssel in seiner Hand einfach zu Boden.Heute sind Hirnforscher überzeugt : Seiner eigenwilligen Schlafgewohnheit dürfte Einstein einen Teil seiner Genialität verdanken. Und tatsächlich beweisen immer mehr Studien :

"Träume können unsere Kreativität steigern, unsere Gesundheit stärken und unsere Ängste bändigen. Und wer einige Regeln befolgt, kann sogar bestimmen, was er im Schlaf erlebt."

Kann man sich gesund träumen ?

Wenn wir im Tiefschlaf sind und träumen, sorgt unser Gehirn für die Ausschüttung von Wachstumhormonen und startet ein regelrechtes Regenerierungsprogramm. Plötzlich heilen Wunden schneller, neue Nervenzellen entstehen. Außerdem fand M.Walker (Schlafforscher) heraus, dass träumen Ängste bekämpft.
"Wer träumt, senkt sein Stresslevel und verhindert, daß sich negative Gedanken im Kopf festsetzen. Er verarbeitet das Erlebte in einem sicheren Umfeld", so Walker. Das wiederum bedeutet, dass traumatisch Ereignisse wie ein Streit oder ein Unfall sich durch intensive Träume weniger im Gedächtnis festsetzen.

Sind Träume wie Trainingsstunden ?

Neue Studien haben gezeigt :
"Man erlernt ein Musikinstrument deutlich schneller,wenn man in den Nächten nach Übungsstunden viel und lange träumt. Ein Prinzip, das auf unser gesammtes "Lernwissen" übertragbar ist - vom Radfahren bis zum Walzertanzen.
"Wir haben den Lernerfolg in einem Geschicklichkeitsspiel gemessen. Es gibt in unseren Studien aber auch viele Beispiele für Musiker oder Sportler, die im Traum zu beachtlichen Fortschritten gelangen. Besonders messbar ist dieser Lerneffekt bei Klarträumen", erklärt D. Erlacher (Schafforscher, UNI Berlin).

Was ist ein Klartraum ?

"Der für das logische Denken zuständige Teil unseres Gehirns ist beim Träumen normalerweise ausgeschaltet. Im Gegensatz dazu ist das Seh- und Bewegungszentrum höchst aktiv. Bei einem Klartraum schaltet sich der rationale Geist plötzlich wieder hinzu : Der Träumende merkt, dass er träumt, wacht aber davon nicht auf. Statt dessen läuft der Traum weiter und lässt sich - mit ein bissel Übung - von nun an willentlich steuern", erklärt Erlacher.

Wie gelingt ein Klartraum ?

"Ein direkt nach dem Aufwachen geführtes Tagebuch identifiziert typische Verräter der eigenen Träume : Wer z.B. immer wieder Prinz Charles begegnet, weiß beim nächsten Mal : Achtung, ich träume !
Teste die Realität : Kannst du mit geschlossenem Mund atmen ? Fängst du bei einem Sprung sofort an zu fliegen ? Ja ? - Na, dann leg los, mit der Gestaltung deines eigenen Traumes", so Erlacher.

Wie dringt man in den Traum eines anderen ein ?
"Während des Schlafs funktionieren alle unsere Sinne ganz normal. Äußere Reize gelangen dadurch häufig in den Traum, z.B. führte ein Wasserspray bei einem Experiment in etwa 40% der Fälle zu einer Veränderung. Häufig begann es von der Decke zu tropfen oder zu regnen", sagt Erlacher. Auch akustische Botschaften verstünden die Teilnehmer im Schlaflabor. Nur das Antworten sei schwierig.

Steigern Träume meine Fitness ?

Der Klartraum kombiniert die Fähigkeiten von Wach- und Schlafbewusstsein, sogar die physische Leistungsfähigkeit lässt sich steigern. M. Schredl, Psychologe und wissenschaftlicher Leiter am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim, untersuchte Turmspringer, Skiläufer und Turner, die in Klarträumen bestimmte Bewegungsabläufe trainierten. "Sie erlebten ihr Handeln als in sich stimmig, leicht und locker", so Schredl. Die Folge : Wer einen perfekten Salto in all seinen Details träumt, schafft das auch in der Realität eher. Bei ihren mentalen Anstrengungen erhöhte sich sogar die Pulsfrequenz der Sportler beträchtlich.

Mittwoch, 6. November 2013

Sich an seine Träume erinnern

 
Traumbilder verflüchtigen sich oft so schnell, dass wir nur noch vage Erinnerungsfetzen im Kopf haben und sie schnell komplett vergessen. Du kannst es aber trainieren, dich an deine Träume zu erinnern.
 
~Nimm dir am Abend vor dem Einschlafen fest vor, dich an deine Träume erinnern zu können.
~Lege Stift und Papier neben das Bett und schreibe sofort, wenn du aufwachst (auch mitten in der Nacht)auf, an was du dich alles erinnern kannst. Wenn du die Bilder nicht in Worten ausdrücken kannst, versuch es zu zeichnen.
~Geh deinen Traum noch einmal im Geiste durch, wenn du gerade beim Aufwachen bist und dich noch im Halbschlaf befindest.
~Erinnere dich an deine Träume bevor du aus dem Bett springst.
Der Kontakt deiner Füße mit dem Boden bringt dich symbolisch und körperlich in die reale Welt. Das kann das Vergessen der Träume verstärken.
~Gib nicht gleich auf, sondern nimm dir immer wieder vor, dich an deine Träume zu erinnern. Schreib auch kleine Erinnerungsstücke auf, die dir vielleicht bedeutungslos erscheinen. So signalisierst du deinem Unterbewusstsein , das du ein wirkliches Interesse an seinen Botschaften hast.
 
Entscheidend ist, dass du deine Träume ganz persönlich für dich selbst auswertest und nicht einfach nur irgendwelchen Schemata, Vorgaben oder Hinweisen anderer folgst. Deine Träume sind etwas sehr persönliches und letztlich liegt der Schlüssel zu den Bildern in dir selbst. Traumdeutungslexika sind eine gute Grundlage, aber viel wichtiger ist es, dass du in dich hineinhörst und herausfindest, welche Bedeutung ein Bild oder ein Symbol für dich ganz persönlich hat. Sei dabei nicht allzu verbissen, denn nicht immer sollten wir in unsere Traumbilder einen tieferen Sinn hineindeuten.
Es kann sehr sinnvoll sein, die eigenen Träume über eine gewisse Zeit hinweg zu beobachten und auszuwerten.
 
Traumarbeit für Therapie und Selbsterkenntnis
 
Viele Therapeuten setzen die Traumarbeit in Therapien oder Selbsterfahrungsseminaren ein. So kannst du mit professioneller Hilfe vielleicht einige Aussagen deines Unterbewusstseins erkennen, die dir sonst unerklärlich geblieben wären. In für dich besonders wichtigen und aufreibenden Lebensphasen kannst du deinen Träumen eine besondere Aufmerksamkeit widmen, denn sie beinhalten vielleicht hilfreiche Hinweise, z.B. wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen oder Ereignisse zu verstehen. Rede auch mit anderen Menschen über Ihre Träume – manchmal kommen von außen sehr aufschlussreiche Hinweise.

Träume - der Schlüssel zum Ich

 
Alle Menschen träumen. Auch wenn sie sich vielleicht nicht daran erinnern können. Und zwar drei bis viermal pro Nacht, insgesamt ca. 2 Stunden lang. Wir träumen in bestimmten Schlafphasen – vor allem kurz bevor wir aufwachen. Dann erkennt man an unseren Augenbewegungen die Traumaktivitäten: Wenn wir träumen, bewegen sich unsere Augen hinter den geschlossenen Lidern sehr schnell. Man spricht von REM-Phasen (Rapid Eye Movement – zu deutsch: schnelle Augenbewegung). Traumlos sind allein die extremen Tiefschlafphasen.
 
Träume sind Spiegelbild und Ideenquelle
 
Man kann sich fragen, warum man sich überhaupt mit Träumen beschäftigen sollte. Manch einem erscheinen sie wie eine Art Abfallprodukt des Gehirns. Andere träumen schlecht und wollen sich eigentlich gar nicht daran erinnern. Und wieder andere wissen am nächsten Morgen gar nicht, ob und was sie geträumt haben. Es lohnt sich aber, sich einmal mit den eigenen Träumen zu beschäftigen, denn sie können uns viele wertvolle Hinweise geben – einerseits über uns selbst und über unser Unterbewusstsein, andererseits können wir sie als Quelle der Inspiration und für neue Ideen nutzen.
Das wirklich Faszinierende an unseren Träumen ist, dass wir uns in ihnen von jeglichen Begrenzungen und Zwängen befreien können. Da in unseren Träumen unser Unterbewusstsein aktiv wird, kommen wir in Kontakt mit unserem Ur-Innersten. Erkenntnisse durch Träume können sehr aufschlussreich sein, wenn wir mehr über uns selbst erfahren wollen.Die Botschaften können uns aber auch Angst machen.
 
Wie deute ich meine Träume ?
 
Wer sich an seine Träume – ob positive oder negative – erinnern kann, möchte oft wissen, was sie bedeuten könnten. Bei manchen Träumen fällt uns eine Deutung leicht, denn sie sind die Folge konkreter Erlebnisse und wir können sie eindeutig bestimmten Geschehnissen in unserem Leben zuordnen. Bei anderen Träumen ist es schwieriger, denn sie sind in Symbolen und Metaphern verschlüsselt und machen auf den ersten Blick wenig Sinn.
Früher wurden Träume meist zur Zukunftsdeutung genutzt. Erst Sigmund Freud sah in den Symbolen und Bildern der Träume die Möglichkeit, diese psychologisch auszuwerten und damit die Person besser zu verstehen. Für Freud stammten die Bilder in den Träumen aus dem Unterbewusstsein und stellten Elemente oder Gedanken dar, die der Mensch zuvor verdrängt hatte. Er unterschied aber zwischen den ursprünglichen verdrängten Elementen und den Traumbildern insofern, als dass das Ich (der bewusste Teil) die unbewussten Elemente in Traumbildern chiffriert. Nur so kann der Mensch trotz der Konfrontation mit den unbewussten Elementen ruhig weiterschlafen. In der Psychoanalyse nach Sigmund Freud werden Träume interpretiert und es wird versucht, die eigentlich unbewussten Elemente zu finden. Sigmund Freud und später auch C.G. Jung nahmen an, dass Träume zusätzlich ererbte archaische Elemente enthalten, die sich aus den Erfahrungen der Vorfahren der Person bilden. Demnach wurden einige Symbole als sogenannte Archetypen bezeichnet und entsprechend gedeutet.